Treffen Sie sich mit uns in der Steuerbar zum regelmäßigen Austausch. Einerseits beschäftigen wir uns hier mit steuerlichen Themenstellungen, andererseits auch mit Fragen zur Steuerung des Unternehmens oder der privaten Finanzsituation.

RSS Aktuelle Kurzmeldungen

  • BMF: Neufassung der GoBD zunächst zurückgezogen August 23, 2019
    Die Finanzverwaltung hatte die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) neu gefasst und veröffentlicht. Auf Anfrage hat das BMF (Bürgerforum) nunmehr verlauten lassen: "Maßgeblich sind die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff […]
  • FG Münster: Verbindliche Auskunft eines unzuständigen Finanzamts August 23, 2019
    Es stellt sich die Frage, ob eine verbindliche Auskunft eines örtlich unzuständigen Finanzamts Bindungswirkung für andere Finanzämter hat.Mehr zum Thema 'Verbindliche Auskunft'...Mehr zum Thema 'Rücklage'...
  • Praxis-Tipp: Zuordnung von Einkommensteuervorauszahlungen bei getrenntlebenden Ehegatten August 23, 2019
    Das FG München hat sich mit der Frage beschäftigt, welche Aufteilungsgrundsätze gelten, wenn gesamtschuldnerisch festgesetzte Vorauszahlungen – nach dem das Finanzamt von der Trennung der Ehegatten erfahren hat – von einem Gemeinschaftskonto ohne Tilgungsbestimmung geleistet werden.Mehr zum Thema 'Einkommensteuer'...Mehr zum Thema 'Ehegatte'...Mehr zum Thema 'Gemeinschaftskonto'...
  • Niedersächsisches FG: Beteiligung an einem Windpark August 23, 2019
    Das Niedersächsische FG hat entschieden, dass eine an ausländische Investoren gerichtete, modellhafte Investitionskonzeption zur Beteiligung an einem Windpark kein Steuerstundungsmodell darstellt.Mehr zum Thema 'Beteiligung'...Mehr zum Thema 'Verlust'...
  • BMF: Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 15 EStG für Arbeitgeberzuschüsse August 23, 2019
    Das BMF stellt in einem Schreiben klar, welche Arbeitgeberleistungen nach § 3 Nr. 15 EStG  für bestimmte Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienverkehr sowie im öffentlichen Personennahverkehr​ steuerbefreit sind.Mehr zum Thema 'Steuerbefreiung'...Mehr zum Thema 'Fahrtkostenzuschuss'...Mehr zum Thema 'BMF-Schreiben'...
Dezember 26, 2017
AKuntz

Steuerrechtliche Änderungen 2018

Änderungen ab 2018

Auch im nächsten Jahr erwarten uns wieder steuerrechtliche Änderungen 2018. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen wurden im Wesentlichen schon in 2016 und in 2017 geschaffen.

Verlängerung von Steuererklärungsfristen

Bisher 2017 mussten Steuererklärungen im Regelfall bis zum 31. Mai des Folgejahres beim Finanzamt eingereicht werden. Wer einen Steuerberater mit der Erstellung beauftragte, hatte Fristverlängerung bis zum 31.12. des Folgejahres. Ab dem Steuerjahr 2018 gilt eine neue Frist: Die Steuererklärungen müssen erst bis zum 31. Juli des Folgejahres (für die Steuererklärung 2018 also bis zum 31.7.2019) beim Finanzamt eingehen. Wird ein Steuerberater beauftragt, so wird die automatische Fristverlängerung bis zum 28./29. Februar des übernächsten Jahres gewährt. Fristende für die Steuererklärung 2018 wäre bei Beauftragung eines Steuerberaters also der 29. Februar 2020. Hinweis: In Ausnahmefällen kann das Finanzamt auch zukünftig vorab die Einreichung von Steuererklärungen verlangen.

Verspätungszuschläge drohen schneller

Eine Neuregelung im Gesetz erfahren auch die Verspätungszuschläge. Ausschlaggebend für die Festsetzung von Verspätungszuschlägen ist zukünftig nur noch das Nichteinhalten des Abgabetermins. Die Verschärfung: Verspätungszuschläge drohen zukünftig auch dann, wenn die Steuer 0 € beträgt oder es sogar zu einer Steuererstattung für den Steuerpflichtigen kommt. Der Verspätungszuschlag beträgt für jeden angefangenen Monat der Verspätung 0,25 % der Steuernachzahlung, mindestens aber 25 € pro Monat. Die Mindestbeträge werden zukünftig auch in den Fällen von Nullfestsetzung oder Steuererstattung fällig.

Belegvorhaltepflicht

Die neuen gesetzlichen Regelung bringen aber auch Vereinfachungen: So dürfte die neue Belegvorhaltepflicht zu werten sein. Waren bisher noch bestimmte Belege beim Finanzamt einzureichen, so wird diese Regelung von der bisherigen Belegvorlagepflicht in eine Belegvorhaltepflicht geändert. Das bedeutet, dass Belege nicht mehr zwingend beim Finanzamt eingereicht werden müssen, sondern nur noch auf Nachfrage vorgelegt werden müssen. Belege dürfen natürlich auch zukünftig freiwillig dem Finanzamt zur Verfügung gestellt werden. Dass kann z. B. dann Sinn machen, wenn man ungewöhnliche bzw. ungewöhnlich hohe abzugsfähige Kosten hatte und eine Nachfrage des Finanzamtes sehr wahrscheinlich ist. Dann kann das Mitsenden der Belege den Veranlagungsprozess und die Erstattung von Steuerbeträgen durch das Finanzamt beschleunigen.

Automatisierte Bearbeitung

Zukünftig sollen die meisten Steuererklärungen automatisiert elektronisch bearbeitet werden. Die Bearbeitung der Steuererklärungen durch den Computer führt auch zu einem automatisierten Versand der Steuerbescheide und zu automatisierten Korrekturen, wenn meldepflichtige Daten geändert werden müssen. Allerdings nutzt die Finanzverwaltung ein Risikomanagementsystem. Prüfungsbedürftige Fälle sollen durch dieses erkannt werden und einem Sachbearbeiter zur Prüfung ausgesteuert werden. Zusätzlich werden einige Steuererklärungen durch ein Zufallsverfahren ausgewählt und ebenfalls manuell überprüft. Die Sachbearbeiter beim Finanzamt haben zudem jederzeit die Möglichkeit, Steuererklärungen individuell zu prüfen. Diese automatisierte Bearbeitung soll dazu führen, dass bei der Steuerveranlagung beim Finanzamt weniger Sachbearbeiter benötigt werden. Die frei werdenden Kapazitäten sollen dann in die Prüfung risikobehafteter Fälle und bei Betriebsprüfungen von Unternehmen eingesetzt werden.

Datenübertragung und Kommunikation elektronisch

Schon heute werden von einer Vielzahl von Personen steuerlich relevante Daten an das Finanzamt übermittelt. Dies sind vor allem der Arbeitgeber, Träger der gesetzlichen Rentenversicherung, Leistungsträger von Lohnersatzleistungen, Krankenversicherungen, Banken und viele mehr. Zukünftig sollen Steuerpflichtige abrufen können, welche Daten bereits dem Finanzamt vorliegen und diese ggfs. auch korrigieren können. Diese Informationen sollen dann auch direkt in die Steuererklärung übernommen werden können. Die vorausgefüllte Steuererklärung, die schon 2014 eingeführt wurde, wird dadurch weiter ausgebaut. Das Besteuerungsverfahren soll auch weiterhin modernisiert werden. So soll es zukünftig die Möglichkeit geben, dass der Steuerpflichtige einwilligt, dass seine Steuerbescheide vom Finanzamt nicht mehr per Post verschickt werden, sondern elektronisch zum Abruf bereitgestellt werden.

Korrektur von Rechen- und Schreibfehlern des Steuerzahlers

Eine weitere Änderung ist zugunsten der Finanzverwaltung vorgesehen: Steuerbescheide können zukünftig auch nachträglich geändert werden, wenn durch Schreib- oder Rechenfehler zu wenig Steuern gezahlt wurden. Hat. z. B. ein Steuerpflichtiger in der Steuererklärung mehrere Kostenpositionen erfasst und versehentlich einen Beleg doppelt als Ausgabe erfasst und das Finanzamt hat diesen Rechenfehler auf den Steuerbescheid übernommen, obwohl dem Finanzamt die Belege vorlagen und es damit den Fehler erkennen konnte (offenbare Unrichtigkeit), war ein spätere Änderung ausgeschlossen. Mit der Neuregelung kann das Finanzamt die Änderungen nun doch noch vornehmen.

Fragen?

Sollten Sie Fragen haben, sprechen Sie uns bitte an. Wir sind Ihnen gerne behilflich.   Diese Zusammenfassung ist nur ein grober Überblick über die einzelnen Änderungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Erstellung des Beitrages: 26.12.2017
Dezember 13, 2017
AKuntz

Steuerpflichtige Rentner

54.000 Rentner müssen erstmals Steuern zahlen

Die Anzahl der steuerpflichtigen Rentner steigt: Gestern, am 12.12.2018, hat die Bundesregierung über dts Nachrichtenagentur mitgeteilt, dass in 2018 voraussichtlich 54.000 Rentner erstmals Steuern zahlen müssen. Mit dann rd. 4,4 Millionen steuerpflichtigen Senioren hat sich die Zahl gegenüber 2005 fast verdoppelt.

Hintergrund

Hintergrund der Prognose ist das für 2018 erwartete Rentenplus. Durch die Erhöhung der Renten werden mehr Rentner das steuerfreie Existenzminimum überschreiten (in 2018: 9.000 € für Alleinstehende, 18.000 für Verheiratete).

Vorgehensweise bei der Besteuerung

Der Anteil der Rente, der besteuert wird, hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab. Rentner, die bis 2005 in Rente gingen, müssen 50 % der Rente versteuern. Neurentner ab 2018 müssen 76 % der Rente versteuern.

Übersteigt der Jahresrentenbetrag nach Abzug von 102 € Werbungskostenpauschale und persönlichem Rentenfreibetrag den oben genannten Grundfreibetrag (9.000 € / 18.000 €), ist die Abgabe einer Steuererklärung verpflichtend.

Besondere Hürden

Die Abgabe der Steuererklärung soll nach dem Willen des Gesetzgebers in elektronischer Form erfolgen. Viele Rentner besitzen jedoch keinen Computer, um damit die Steuererklärung abzugeben. Und es ist vorstellbar, dass Personen, die während ihrer aktiven Berufstätigkeit nicht mit Computern gearbeitet haben, dies auch jetzt nicht tun und nur für die Steuererklärung nicht wollen.

Hinzu kommt: Falls Rentner nicht nur die Einkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung haben, sondern evtl. auch eine Immobilie oder eine Wohnung vermieten, sind diese Einkünfte ebenfalls in der Steuererklärung anzugeben.

Tipps und Tricks

Allerdings: Die tatsächliche Steuerbelastung kann durch die Berücksichtigung bestimmter Ausgaben reduziert werden. In Frage kommen z.B. Ausgaben für Versicherungen, Krankheitskosten oder Reparatur- und Umbaukosten am Wohnhaus bzw. in der Wohnung.

Kapitalertragsteuer zurückholen: Haben Rentner Geld angelegt und dafür Zinsen und/oder Dividenden erhalten, so sind bei diesen Einkünften im Regelfall schon die Kapitalertragsteuer, der Solidaritätszuschlag und evtl. Kirchensteuer von der Bank einbehalten und ans Finanzamt abgeführt worden. Gerade bei Rentnern kann sich die Abgabe der Steuererklärung auch lohnen, wenn der persönliche Einkommensteuersatz niedriger ist als der Abgeltungsteuersatz von 25%. Die Differenz bekommt man nämlich vom Finanzamt zurückerstattet. Dazu gibt man die Kapitalerträge und die darauf entrichteten Steuern in der Steuererklärung an und beantragt die Günstigerprüfung. Dann wird das Finanzamt die zu viel einbehaltene Steuer zurückerstatten.

Unterstützung

Gerne unterstützen wir bei der Erstellung der Steuererklärung. Sprechen Sie uns bitte an.

Dezember 7, 2017
AKuntz

Auszeichnung für beispielhaftes ehrenamtliches Engagement

Heute freuen wir uns sehr, dass uns vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, der IHK Saarland und der Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT Anerkennung für beispielhaftes ehrenamtliches Engagement ausgesprochen wurde.

Oktober 26, 2017
AKuntz

Weihnachtsfeier als Betriebsveranstaltung

Weihnachten steht schon bald wieder bevor. Auch viele Unternehmen planen ihre Weihnachtsfeiern. Als Betriebsveranstaltung liegen diese im eigenbetrieblichen Interesse. Dadurch sind sie dem Grunde nach lohnsteuerfrei. Zu beachten ist aber die Höchstgrenze von 110 Euro pro Arbeitnehmer. Wird dieser Betrag überschritten, muss der übersteigende Betrag versteuert werden. Dies kann individuell oder pauschal mit 25 % vorgenommen werden.

Damit steuerlich nichts schief geht, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise: (mehr …)

Wir weisen darauf hin, dass sämtliche auf dieser Seite dargestellten Informationen lediglich allgemeine Informationen darstellen. Es handelt sich keinesfalls um Steuerberatung, betriebswirtschaftliche Beratung oder Rechtsberatungsleistungen. Treffen Sie auf Basis dieser Informationen keine Entscheidungen.

Gerne beraten wir Sie persönlich zu diesen und weiteren Fragestellungen.