Treffen Sie sich mit uns in der Steuerbar zum regelmäßigen Austausch. Einerseits beschäftigen wir uns hier mit steuerlichen Themenstellungen, andererseits auch mit Fragen zur Steuerung des Unternehmens oder der privaten Finanzsituation.

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März 5, 2018
AKuntz

Akzeptanz von Kryptowährungen

Akzeptanz von Kryptowährungen

Heute gibt es eine wichtige Neuigkeit. Die Akzeptanz von Kryptowährungen wird weiter ausgebaut. Ab sofort akzeptiere ich folgende Kryptowährungen, mit denen meine Kunden bei mir ihre Rechnungen bezahlen können:
  • Bitcoin (BTC)
  • Bitcoin Cash (BCH)
  • Litecoin (LTC)
  • Ethereum (ETH)
  • STEEM

Hintergrund

In den vergangenen Wochen habe ich mich sehr intensiv mit verschiedenen Kryptowährungen auseinandergesetzt. Interessiert hat mich natürlich zunächst mal die Besteuerung von Kryptowährungen. Es war allerdings schnell klar, dass die Besteuerung erst dann diskutiert werden kann, wenn das Verständnis hinter dem Entstehen dieser Kryptowährungen vorhanden ist. Schnell war festzustellen, dass Kryptowährung nicht gleich Kryptowährung ist. Im Gegenteil. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten zwischen den Kryptowährungen, andererseits unterscheiden sie sich gegeneinander auch mehr oder weniger stark.

Informationsbedarf

Ertragsteuern

Zudem habe ich in der Zeit in vielen Gesprächen festgestellt, dass es sehr unterschiedliche Auffassungen zur Besteuerung von Kryptowährungen gibt. Sinngemäß von: „das kann gar nicht steuerpflichtig sein“ bis hin zu „mir ist schon klar, dass ich auf die Gewinne irgendwann und irgendwie Steuern bezahlen muss, aber ich weiß nicht wie“, war alles dabei. Hinsichtlich der Ertragsbesteuerung ist klar davon auszugehen, dass es steuerpflichtige Erträge bei Kryptowährungen gibt. Es kann aber durchaus im Einzelfall überprüft werden, ob steuerliche Freibeträge gelten.

Umsatzsteuer

Leider ließ sich auch die deutsche Finanzverwaltung relativ lange Zeit mit einem BMF-Schreiben zur Umsatzbesteuerung, welches vergangene Woche veröffentlicht wurde. Zusammenfassend dazu kann festgestellt werden, dass einzelne Punkte bezüglich der Umsatzstbesteuerung nun seitens der Finanzverwaltung dargestellt sind. Berücksichtigt man allerdings die Anzahl unterschiedlicher Kryptowährungen, die es heute schon gibt, stellt sich die Frage, ob die Aussagen für alle gelten können. Ich selbst glaube es nicht, habe aber auch noch nicht alle analysiert. Dies nur mal in aller Kürze. Mir ist klar, dass es sich bei dem Vorstehenden nicht um eine endgültige Abhandlung zur Besteuerung von Kryptowährungen handelt. Das ist heute auch gar nicht beabsichtigt. Dazu werde ich separat schreiben. Festhalten kann ich allerdings: Die Einzelfallberatung wird hier aus heutiger Sicht einen großen Stellenwert einnehmen, da die große Anzahl unterschiedlicher Kryptowährungen es fast unmöglich macht, alles im Detail vorab zu prüfen. Wer Interesse hat, darf sich gerne an uns wenden. Wir sind gerne behilflich.
März 3, 2018
AKuntz

Umsatzsteuerliche Behandlung von Bitcoin und anderen sog. virtuellen Währungen

BMF-Schreiben zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Bitcoin und anderen sog. virtuellen Währungen

Mit Datum vom 27. Februar 2018 hat das deutsche Bundesfinanzministerium ein Schreiben zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Bitcoin und anderen sog. virtuellen Währungen herausgegeben. Die Inhalte basieren auf dem EuGH-Urteil vom 22.10.2015, C-264/14, Hedqvist. In der Fachwelt waren die Äußerungen seitens des Bundesfinanzministeriums lange erwartet worden. Auch in meiner Mandantschaft sind mehrere Personen und Unternehmen, die sich mit Kryptowährungen beschäftigen und damit – auf unterschiedlichste Art und Weise – Geld verdienen. Im Folgenden fasse ich zusammen:

Umtausch von Bitcoin – umsatzsteuerfrei

Die erste Feststellung ist, dass es sich bei dem Umtausch von konventionellen Währungen in Bitcoin und umgekehrt zwar um eine umsatzsteuerbare sonstige Leistung handelt, die aber im Rahmen einer richtlinienkonformen Gesetzesauslegung nach § 4 Nr. 8 Buchst. b UStG umsatzsteuerfrei ist.

Verwendung von Bitcoin als Entgelt

Soweit Bitcoin nur zur bloßen Entgeltentrichtung hingegeben werden, handelt es sich ebenfalls nicht um einen umsatzsteuerbaren Vorgang.

Die Umrechnung soll nach dem Schreiben des BMF in analoger Anwendung des Art. 91 Abs. 2 MwStSystRL zum letzten veröffentlichten Verkaufskurs (z. B. auf entsprechenden Umrechnungsportalen im Internet) erfolgen. Dieser Kurs ist vom leistenden Unternehmer zu dokumentieren.

Für die Praxis bedeutet dies einen relativ hohen Aufwand, da bei jeder Zahlung sofort der Kurs zu dokumentieren ist oder später mühsam rückwirkend wieder herausgesucht werden muss. Einerseits ist die Idee des BMF nachvollziehbar, unterliegen Bitcoin derzeit Kursschwankungen, die sich weit außerhalb dessen bewegen, was konventionelle Währungen an Kursschwankungen im Regelfall mit sich bringen.

Folgefragen hinsichtlich der umsatzsteuerlichen Behandlung von Bitcoin in Bezug auf weitere Umsätze

„Mining“

Entsprechend dem Schreiben des BMF handelt es sich bei den Leistungen der „Miner“ um sog. nicht steuerbare Vorgänge. Begründung hierfür ist, dass die Transaktionsgebühr, welche die Miner von anderen Nutzern des Systems erhalten können, freiwillig gezahlt wird und in keinem unmittelbarem Zusammenhang mit den Leistungen der Miner steht.

Auch die Entlohnung in Form des Erhalts neuer Bitcoin durch das System selbst ist nicht als Entgelt für die Minerleistungen anzusehen, da die Minerleistungen nicht im Rahmen eines Leistungsaustauschverhältnisses erbracht werden. Dieses würde nämlich neben dem Leistenden das Vorhandensein eines identifizierbaren Leistungsempfängers voraussetzen.

„Wallet“

Soweit Anbieter für die digitalen Wallets eine Zahlung von Gebühren verlangen, liegen auf elektronischem Weg erbrachte sonstige Leistungen vor, die grundsätzlich steuerbar und steuerpflichtig sind, soweit der Leistungsort im Inland liegt.

Handelsplattformen

Hier ist zu unterscheiden, ob der Betreiber einer Handelsplattform seine Internetseite als technischen Marktplatz zum Erwerb bzw. Handel von Bitcoin den Marktteilnehmern zur Verfügung stellt (Fall 1) oder ob der Betreiber den Kauf und Verkauf von Bitcoin als Mittelsperson im eigenen Namen vornimmt (Fall 2). Im Fall 1 kommt keine Steuerbefreiung in Betracht, im Fall 2 kommt die Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 8 Buchst. b UStG in Betracht.

Umsätze, die sich auf andere virtuelle Währungen beziehen

Auch andere sog. virtuelle Währungen werden angesichts der Urteilsbegründung und unter Berücksichtigung des Gleichbehandlungsgrundsatzes den gesetzlichen Zahlungsmitteln gleichgestellt, soweit diese Währungen als alternatives vertragliches und unmittelbares Zahlungsmittel akzeptiert worden sind und keinem anderen Zweck als der Verwendung als Zahlungsmittel dienen.

Dementsprechend ist der Umtausch solcher virtueller Währungen – wie bei Bitcoin – in gesetzliche Zahlungsmittel und umgekehrt steuerbefreit.

Diese Ausführungen des BMF gelten nicht für virtuelles Spielgeld (sog. Spielwährungen und Ingame-Währungen, insbesondere in Onlinespielen), da dieses kein Zahlungsmittel im Sinne der Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie darstellt.

Änderung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses

Entsprechend der vorgenannten Informationen wird der Umsatzsteuer-Anwendungserlass durch das Bundesfinanzministerium geändert.

Wer sich das BMF-Schreiben vom 27.2.2018 detailliert durchlesen möchte, findet es hier: www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/2018-02-27-umsatzsteuerliche-behandlung-von-bitcoin-und-anderen-sog-virtuellen-waehrungen.pdf?__blob=publicationFile&v=1.

Das soll es zur Zusammenfassung des BMF-Schreibens gewesen sein. Im Folgenden kommt noch eine Anmerkung, die nicht im BMF-Schreiben steht, die aber mich persönlich umtreibt.

Weitere offene Fragen

Ich finde es toll, dass das Bundesfinanzministerium endlich ein BMF-Schreiben zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Bitcoin herausgegeben hat. Das nimmt in der Praxis einzelne Unsicherheiten weg. Andererseits gibt es zwischenzeitlich hunderte verschiedene Kryptowährungen und Blockchains (das Bild zum Beitrag ist ganz bewusst so gewählt, und auch dieses zeigt nur einen minimalen Ausschnitt der Möglichkeiten), wovon Bitcoin nur eine sind. Eine Antwort gibt das BMF-Schreiben bzgl. der Verwendung als Zahlungsmittel. Es sind aber noch viele Fragen offen. Ich hoffe, dass man diese mit der Finanzverwaltung zukünftig auf kurzem Wege diskutieren kann.

 

 

Also, wer Lust und Interesse hat, diese und andere interessante Entwicklungen zu diskutieren, darf mich gerne ansprechen.

Januar 12, 2018
AKuntz

Crash-Kurs Existenzgründung

Wir wollen die steuerlichen Nebel lichten und Platz für die wichtigen Dinge schaffen. Deswegen wird der Crash-Kurs Existenzgründung veranstaltet.

Existenzgründerseminare

Die Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Institut für Existenzgründung/Mittelstand (Professor Dr. Heinz Kußmaul) seit 1996 zweiwöchige Existenzgründerseminare. Dabei handelt es sich um einen Crash-Kurs Existenzgründung.

In dem Seminar wird den Teilnehmer/inne/n in insgesamt 23 Doppelstunden (wochentags: abends, samstags: tagsüber) grundlegendes Wissen über die wesentlichen Bereiche der Betriebswirtschaftslehre und über praktische Fragen der Existenzgründung vermittelt. Die praktische Anwendung der betriebs-wirtschaftlichen Theorie erfolgt über die Bearbeitung von Fallstudien, deren Lösung die Teilnehmenden aktiv mitgestalten.

Termin: 19.02. – 02.03.2018 | 17:00 bis 20:15 Uhr
Ort: Campus Saarbrücken | Starterzentrum | Geb. A1 1
Unkostenbeitrag: 200,- Euro | 100,- Euro für Studierende
Anmeldung zum Seminar online hier

Mein Beitrag zum Crash-Kurs Existenzgründung

Ich selbst werde am 02.03.2018 ab 17 Uhr den Workshop „Praktische Steuerfragen für Existenzgründer“ mit den Teilnehmer durchführen.

Unser Ziel bei diesem Workshop ist es, die Nebel, mit denen sich jeder Existenzgründer beschäftigen muss, so weit wie möglich zu lichten, damit die Gedanken um die Gründungsthematik kreisen können und sich nicht mit der Verwaltung beschäftigen müssen.

Dies mache ich bereits zum dritten Mal in Folge. Erfahrungsgemäß sind die Teilnehmer stark motiviert und lassen sich auch nicht davon abhalten, Freitag abends noch den Workshop zu Steuern zu machen. Alleine das ist schon sehr beeindruckend. Auch dieses Jahr wird es mit Sicherheit wieder eine sehr hochkarätige Veranstaltung, für die Teilnehmer. Ich persönlich freue mich schon auf meinen Teil und darauf, wieder eine Menge interessierter angehender Gründer kennenzulernen.

Für Fragen bin ich auch außerhalb des Workshops ansprechbar. Meine Kontaktdaten finden Sie hier.

Der Beitrag wurde am 12. Januar 2018 erstellt.

Januar 8, 2018
AKuntz

Podcast-Interview bei „Jetzt endlich selbständig“

Mein erstes Podcast-Interview: Im Oktober 2017 wurde ich von Carolin Hasenpusch im Rahmen Ihres Podcasts „Jetzt endlich selbständig!“ interviewt.

Podcast-Interview

Es handelt sich um die Specialfolge: „Steuern für Gründer – Interview mit Steuerberater Alexander Kuntz“.

Das Interview dreht sich rund um Existenzgründung und Steuern, aber auch mit ein paar privaten Einblicken. Zum Beispiel mit einem Buchtipp und eigenen Gründungserfahrungen. (mehr …)

Dezember 28, 2017
AKuntz

Upstarters Business Bootcamp

November 2017 – Weltkonferenz JCI

Im November 2017 habe ich im Rahmen der JCI-Weltkonferenz am Upstarters Business Bootcamp teilgenommen. Es handelt sich dabei um ein viertägiges Programm, das von The Trainingagency in den Niederlanden entwickelt wurde. Arco Kats und sein Team (Jan-Joost Kroon, Melissa Janmaat und Rosa Aarnoudse) haben speziell für diese Konferenz ein sehr hochkarätiges Programm aufgestellt.

Upstarters Business Bootcamp – Ablauf

Im Rahmen des Programms wurden an insgesamt vier Tagen wesentliche Themenstellen rund die Unternehmensgründung und -führung beleuchtet.

So wurde z.B. nach einer Persönlichkeitsanalyse der einzelnen Teilnehmer der Umgang von Menschen miteinander vor dem Hintergrund unterschiedlicher Persönlichkeitstypen beleuchtet. Relevant ist dies sowohl im Bereich der Kundenansprache als auch im Bereich der Mitarbeiterführung. Es gibt in diesem Bereich auch ganz wesentliche Indizien und Hinweise auf „Leader“ und „Manager“.

Im weiteren Verlauf wurden im direkten Gespräch mit einer Bank Finanzierungsmöglichkeiten vorgestellt und diskutiert. Durch die Gespräche vor Ort konnten die Bankberater auch ganz konkret und direkt zur eigenen Situation befragt werden.

Das Thema Marketing, insbesondere auch der Einsatz von Social Media im Marketingbereich, bildete einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung.

Zum Schluss wurde zudem von jedem Teilnehmer ein Elevator-Pitch vorbereitet und präsentiert, inkl. Video-Aufnahme. Das fördert das Springen über den eigenen Schatten und auch die Persönlichkeitsbildung.

Ein weiterer positiver Effekt dieses Kurses war durch die kleine Gruppengröße der Aufbau eines Netzwerkes von Gründern, das sich weltweit spannt. Da es sich um einen internationalen Kongress handelte, sind in meinem Netzwerk nun Personen aus den Niederlanden, aus Belgien, aus Finnland, aus Polen, aus Sri-Lanka und einigen Staaten mehr. Auch dies ist ein besonderer und fast unbezahlbarer Mehrwert. Auch und gerade vor dem Hintergrund, dass ich Fachberater für Internationales Steuerrecht bin, kann ich nun in einigen Ländern Ansprechpartner vor Ort bieten.

Kurzum: die Zeit war sehr gut investiert und hat deutliche Mehrwerte, auch für meine zukünftige Beratungstätigkeit gebracht. Ich gehe davon aus, dass ich meine neuen Erkenntnisse zukünftig auch zum Nutzen meiner Mandanten einsetzen kann.

Bei Interesse vereinbaren Sie bitte einen Termin mit mir.

Beitrag erstellt im Dezember 2017 von Alexander Kuntz.

 

 

 

Wir weisen darauf hin, dass sämtliche auf dieser Seite dargestellten Informationen lediglich allgemeine Informationen darstellen. Es handelt sich keinesfalls um Steuerberatung, betriebswirtschaftliche Beratung oder Rechtsberatungsleistungen. Treffen Sie auf Basis dieser Informationen keine Entscheidungen.

Gerne beraten wir Sie persönlich zu diesen und weiteren Fragestellungen.